Was sind Pfadfinder?

Noch nichts mit den Pfadfindern am Hut? Dann lass dir doch weiter unten auf dieser Seite einfach mal zeigen, was Pfadfinder ausmacht. Vielleicht kann dieses kleine Filmchen der DPSG RoSt dir zeigen, was Pfadfinder sein für uns bedeutet:

Mitglieder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg sind nicht nur Teil einer großen Gemeinschaft in Deutschland. Sie gehören zugleich der Weltpfadfinderbewegung an und sind damit international orientiert. Über 38 Millionen Pfadfinderinnen und Pfadfinder leisten wie die DPSG weltweit Dienst am Nächsten – „Gute Tat“ nennt man das.

Pfadfinder haben eine lange Tradition, zu der einige ganz typische Elemente gehören:

Arbeit in Alterstufen

Pfadfinder gestalten ihre Gruppenstunden und Aktionen in vier Alterstufen:

Wölflinge

Die Wölflinge (7 bis 10 Jahre) entdecken und gestalten ihren Alltag. Bei ihnen steht Spiel und Spaß im Vordergrund. So entdecken die Wölflinge, was in ihnen steckt und entwickeln ihr Bewusstsein für sich selbst und ihre Umwelt.

Jungpfadfinder

Die Jungpfadfinder (11 bis 13 Jahre) erleben gemeinsam den Beginn der Jugend. Sie stehen gerade vor dem Wechsel auf eine andere Schule, lernen viele neue Freunde kennen. Bei den Pfadfindern haben sie den Freiraum den sie brauchen und lernen aufeinander zu achten.

Pfadfinder

Pfadfinder (13 bis 16 Jahre) wagen es, ihren eigenen Weg zu gehen. Sie probieren ihre Grenzen aus, nehmen ihren Gruppenalltag mehr und mehr selbst in die Hand. In ihrer Gruppe finden sie einen Fixpunkt im Durcheinander der Pubertät. Wie sagt schon Herbert Grönemeyer: „Alles bleibt anders“!

Rover

Rover (16 bis 21 Jahre) sind unterwegs, erkunden die Welt und packen Probleme an. Oft ist der Leiter oder die Leiterin in dieser Stufe nur noch ein Begleiter und Ansprechpartner für alle großen und kleinen Probleme; die Gruppe sucht sich meist selbst ihren Weg. In dieser Stufe machen die Gruppen gerne eigene Aktionen, die nicht selten auch im Ausland enden.

Leiter

Den Mitgliedern in unseren Gruppen steht die Leiterrunde zur Seite. Die Leiter und Leiterinnen entwickeln viele Fähigkeiten, die heutzutage auch im Berufsleben von großer Bedeutung sind.
Sie sind teamfähige Menschen, die eine kompetente Ausbildung als Führungskräfte schon vor dem Seminar ihres Arbeitsplatzes erhalten haben. Bei der Arbeit mit den Kindern und durch regelmäßige Schulungen und Trainingstage lernen wir „Soft-Skills“ wie Kommunikationsfähigkeit, Konfliktmanagement, Durchsetzungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, Planungstalent, die Fähigkeit zur Selbstreflexion, und, und, und...
Diese Schlüsselqualifikationen sind zwar nicht messbar, aber jeder Personalchef wird den Erfolg unserer Jugendarbeit zu schätzen wissen.

Das Pfadfindergesetz

Alle Pfadfinder weltweit haben gemeinsame Leitlinien, die die einzelnen Verbände in ein „Pfadfindergesetz“ formulieren:

Als Pfadfinder, als Pfadfinderin...

  1. ...begegne ich allen Menschen mit Respekt und habe alle Pfadfinder und Pfadfinderinnen als Geschwister.

  2. ...gehe ich zuversichtlich und mit wachen Augen durch die Welt.

  3. ...bin ich höflich und helfe da, wo es notwendig ist.

  4. ...mache ich nichts halb und gebe auch in Schwierigkeiten nicht auf.

  5. ...entwickle ich eine eigene Meinung und stehe für diese ein.

  6. ...sage ich, was ich denke, und tue, was ich sage.

  7. ...lebe ich einfach und umweltbewusst.

  8. ...stehe ich zu meiner Herkunft und zu meinem Glauben.

Das Gesetz ist keine starre Vorschrift, sondern hilft uns, eine gemeinsame Moralvorstellung auch im Alltag umzusetzen.
Unsere Mitglieder zeigen ihre Zustimmung zu diesen Regeln in ihrem Pfadfinderversprechen.

Das Pfadfinderversprechen

Die Pfadfinder erabeiten sich in jeder Alterstufe ihre Wünsche, Träume und Ziele, die ihnen wichtig sind. Diese formulieren sie zusammen mit ihrer Verbundenheit zum Pfadfindergesetz in einem Versprechen.

Das Pfadfinderversprechen ist kein Schwur gegenüber dem Leiter oder einer anderen Person, sondern soll dem Pfadfinder als Selbstverpflichtung eine Hilfestellung sein, seinen Alltag zu meistern. Die Gruppe nimmt dem Pfadfinder sein Versprechen ab und verspricht ihrerseits, ihm bei der Einhaltung zu helfen.

Ein typisches Versprechen könnte zum Beispiel so aussehen:
Als Pfadfinder verspreche ich, dass ich mein Bestes tun will, darauf zu achten, meine Mitmenschen mit Respekt zu behandeln und Hilfebedürftigen bei Seite zu stehen. Ich will pünktlich sein und das Gesetz der Pfadfinder achten.

Die Gruppe antwortet darauf uns sagt:
Wir nehmen dir dein Versprechen ab und nehmen dich in die weltweite Gemeinschaft der Pfadfinder auf.

Aktionen, Gruppenstunden etc.

Natürlich sind wir auch ein ganz normaler Haufen Menschen, die jede Menge Spaß zusammen haben wollen.
In unseren wöchtenlichen Gruppenstunden treffen wir uns in der Regel für anderthalb Stunden und machen jede Menge Spiele. Wenn es das Wetter zulässt sind wir draußen, aber auch in unseren Gruppenräumen gibt es jede Menge zu erleben. Hast du schonmal eine „Schneeballschlacht“ mitten im Sommer im Haus veranstaltet?
Wenn wir mal nicht spielen, verbringen wir unsere Gruppenstunden mit basteln, lernen etwas „typisch Pfadfinderisches“ wie den Umgang mit Landkarte und Kompass oder probieren verschiedene Formen Lagerfeuer aus. Auch bei solchen Themen kommt der Spieltrieb und Spaß natürlich nicht zu kurz. Als Leiter ein prima ausgleich zum Arbeitsalltag – und jung und fit hält das nebenbei auch.

Im Sommer fahren wir immer ins Zeltlager. Für unsere Kinder bedeutet das nicht, eine Woche in eine fertige Zeltstadt mit vollverpflegung zu reisen, sondern gemeinsam ein Lager aufzubauen und vom Aufbau des Waschplatzes bis zum Kochen und Spülen überall dabei zu sein. Das klingt vielleicht nach Arbeit, aber die gemeinsame Zeit im Lager will keiner von uns missen und wir können es kaum erwarten, wenn es wieder los geht.

Neben dem Zeltlager gehen wir auf Hajk – das bedeutet eine mehrtägige Wanderung mit Übernachtung, machen gemeinsame Stammeswochenenden auf einer Burg oder anderen Selbstversorger-Häusern und organisieren in den Gruppenstunden kleinere Ausflüge.

Blättere doch einfach mal in unserer Stammes-Chronik, was du bei uns alles erleben kannst!

Und du?

Wenn wir dich neugierig gemacht haben, komm doch einfach mal bei unseren Gruppenstunden vorbei
oder schicke uns eine Mail an die Leiterrunde.
Unverbindlich schnuppern, Fragen stellen. Natürlich gerne auch, wenn du Lust eine Gruppe zu leiten hast.

Mehr Infos zu Pfadfindern in deiner Nähe, Neugründung von Stämmen oder Siedlungen und Kontakt mit anderen interessierten Quereinsteigern, vielleicht auch aus deiner Gegend, bekommst du bei der DPSG Diözesanleitung in Wernau:

DPSG Rottenburg-Stuttgart
Jugendhaus St. Antonius
Antoniusstr. 3
73249 Wernau
Tel: 07153.3001-154
E-Mail: dpsg@bdkj.info